Ehegattensplitting – wie Frau an der Nase herumgeführt wird

Nach meinem letzten Beitrag zur Familienpolitik möchte ich heute noch einen Text von Juramama teilen. Es geht um das Ehegattensplitting, an dem die Politik noch immer festhält, obwohl es so gar nicht mehr in unsere heutige Zeit passt.

Eine kleine Leseprobe, ein wirklich guter Abschnitt, findet Ihr im unteren Zitat. Den ganzen Text findet Ihr hier. Lesen lohnt sich.

„Den kinderlosen Single-Onkel gab es nämlich schon immer und es gibt ihn bis heute. Er hat zwar auch 2018 keinen Splittingvorteil aus einer Eheschließung und muss seine 60.000 Euro Jahresgehalt höher versteuern als die junge Familie ihre 60.000 Euro Familieneinkommen. Aber er sammelt Dank unseres merkwürdigen Rentensystems ein Erwerbsleben lang ungestört Vollzeitrentenpunkte, die er dann im Alter bei fremden Kindern einlösen darf. Er hat zwar nur einen Teil des Generationenvertrages eingehalten, wird aber von den Kindern der nächsten Generation finanziell mit ihren Sozialversicherungsbeiträgen durch das Alter getragen. Das ist sozial gerechtfertigt und geht freilich klar. Was aber nicht klar geht und noch nie klar ging, sind die Dank der staatlichen Subvention des Ehegattensplittings automatisch fehlenden Rentenpunkte der Mütter.

Mütter, ob nun verheiratet oder unverheiratet, sind die einzigen, die im Alter kaum etwas bei ihren eigenen Kindern einlösen können und es wird uns bis zum heutigen Tage allen Ernstes verkauft, dass das gerecht ist.“

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2 Kommentare zu “Ehegattensplitting – wie Frau an der Nase herumgeführt wird

  1. maramarin21 sagt:

    Das habe ich noch nie so klar formuliert gesehen. Danke. Klar, Mütter dürfen die wenigsten Rentenpunkte bei ihren Kindern einlösen. Das ist doch einfach nur grotesk.

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  2. Das ist es. Der allergrößte Skandal überhaupt. Wir, die wir Jahrzehnte unseres Lebens damit verbringen, Kinder zu versorgen, groß zu ziehen, uns aufopfern, auf vieles verzichten, unsere Gesundheit mit aufs Spiel setzen, damit der Gesellschaft einen grossen Dienst erweisen,
    bekommen als Dank viel weniger als die, welche sich bewußt dieser Aufgabe und Verantwortung entziehen. Als Sahnehäubchen sind es dann oft auch noch die Frauen, welche die Generation davor im Fall der Pflegebedürftigkeit betreut. Eigenes Leben? Fehlanzeige! Und mit welcher Begründung? Nur weil wir es können (Kinder kriegen und so).

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