Was man so hört… XIV Stichwort: Antidpressiva bei Müttern

Die Juristin hat ein interessantes Zitat von Müttern gebracht, die an mehreren „Fronten“ kämpfen. Viele von uns kennen das, dieses Gefühl, dass alles zu viel ist.

Von anderen studierenden Müttern (Studium, Kinder, Hausbau):

„Erst seit ich die Antidepressivia nehme, merke ich plötzlich, wie schlecht es mir eigentlich die ganze Zeit ging.“

Hier gehts zum Original.

Meine eigene Erfahrung

Ich selber habe nach einem kompletten Zusammenbruch 11 Monate lang Antidepressiva genommen. Es dauerte eine Weile, bis sie ihre positive Wirkung gezeigt haben. Zunächst einmal hatten sie ein paar Wochen ihre möglichen Nebenwirkungen offenbart. Meine Panikattacken waren schlimmer und zahlreicher als je zuvor. Und dann ging es mir eine ganze Zeit lang richtig gut. Ich war viel gelassener und insgesamt besser drauf. Stresssituationen, egal ob körperlich oder psychisch bedingt, konnte ich besser verkraften. Und vor allem konnte ich besser schlafen. Auch tagsüber mal schnell einpennen, um für die Kinder und den Alltag wieder Kraft zu tanken, war mir nun endlich wieder gegeben. Das alles tat mir gut und ich fühlte mich so gut wie zuletzt, bevor ich Mutter wurde und noch mein altes Leben mit Ruhepausen und Zeit für mich leben konnte. Ich sagte immer, dass ich zu mir selbst zurück gefunden hätte, eben auch mit Hilfe von Antidepressiva.

Mit oder ohne?

Vor einem Monat habe ich die Tabletten nach dem typischen Ausschleichen über mehre Wochen komplett abgesetzt. Ich dachte, ich sei soweit, ohne klar zu kommen. Doch in der jüngsten Zeit fing es wieder an mit einigen der Symptome, die ich auch hatte, bevor ich die Tabletten nahm bzw. in den ersten Monaten nach dem Burnout auch unter den Tabletten immer noch mal auftraten. Nun kommt hinzu, dass ich eine emotional sehr anstrengende Zeit hinter mir habe (ehrlich gestanden stecke ich noch mitten drin), dazu kam umständehalber auch zu wenig Schlaf. Oft kann ich wieder nicht richtig „runterfahren“, zur Ruhe kommen und somit in den Schlaf finden. Oder mein Schlaf ist recht oberflächlich. Ich habe weniger gute Laune, bin wieder reizbarer, der Alltag erscheint mir wieder anstrengender, denn manche körperlichen Symptome beeinträchtigen meinen Alltag und logischerweise mein Wohlbefinden. Ich bin also gerade mal wieder komplett „durch“. Und so überlege ich tatsächlich, das Zeug wieder zu nehmen, wenn es schlimmer wird, es mir also nicht durch „gutes Zureden“ wieder besser geht. Hier entsteht nämlich ein Teufelskreis. Man fühlt sich scheiße und kommt aus dem Gefühl einfach nicht raus, weil die Probleme anhalten und man dazu nicht die richtige Einstellung oder Lösung findet. Eventuell steigert man sich dann noch mehr rein und verstärkt somit die Symptome, denn die körperlichen Symptome spielen eben mit. Sie signalisieren mir, dass irgend etwas nicht stimmt. Jedenfalls geht es mir in meinem konkreten Fall so.

Mama muss funktionieren

Aber verdammt noch mal, ich muss funktionieren. Sei es in meinem Job oder als Mutter und Hausfrau etc. Ich wollte nicht noch einmal erleben, was ich vor einem Jahr erlebt habe. Aber es ist eben das Leben, mein Leben mit meiner (Hoch-)Sensibilität und der Vorbelastung aus einer depressiven Episode / dem Burnout. Da ist die Angst, das wieder zu erleben, sobald’s im Leben irgendwo hakt, eben ein (fast) ständiger Begleiter. Und ich habe nach wie vor wenig Zeit für mich, auch wenn es mir besser gelingt, sie für mich einzufordern als in der Zeit, als die Kinder noch sehr klein waren.

–> Gerade bin ich home alone, die Kinder sind bei den Großeltern, die ich spontan gefragt habe, mir zu helfen, weil es mir wirklich nicht gut geht. Und ich habe natürlich wieder das berühmte Mutter-Schlechte-Gewissen. Und das, obwohl die Kinder freudestrahlend ihre Sachen gepackt haben und ohne zu weinen mit OmaOpa mit gefahren sind. Ich vermisse meine Kinder tatsächlich gerade, aber ich habe gespürt, dass ich dringendst endlich mal wieder eine kleine Auszeit brauche und mal einen Morgen, an dem ich etwas länger schlafen darf. Ich weiß nicht, wie viele Monate es her ist, dass ich mal ausschlafen durfte. <–

Warum Antidepressiva?

Nun dürfte der Grund für die Einnahme von happy pills sehr individuell sein und die Präparate sind auch unterschiedlich. Der Gründe, warum eben auch vermehrt wir Mütter zu diesen Medikamten greifen, dürften also recht individuell sein. Aber oft ist eben eine deutliche Überbelastung und die in der heutigen Zeit extrem hohen Anforderungen, die an uns Frauen mit Kindern gestellt werden, dafür verantwortlich, dass es nicht ohne geht. Und das macht mich nachdenklich und traurig zugleich. Für mich entsteht hier ein Teufelskreis. Ich würde so gerne ohne diese Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI, also das Zeug, was ich mir eingeworfen habe) auskommen, ich fände es für mich persönlich schade, wenn es auf Dauer nicht ohne ginge. Denn die Tabletten dämpfen auch schöne Gefühle. (Und z. B. sexuell ist’s ohne einfach schöner 😉). Und sie haben noch weitere Nebenwirkungen. Aber am Ende zählt eben, dass es mir so gut geht, dass ich für die Kinder eine gute Mutter bin. So ist das eben.

Am Ende möchte ich meine LeserInnen bitten: traut Euch, schreibt mir Eure Erfahrungen zum Thema, natürlich gerne anonym. Ihr würdet mir echt helfen. Es ist noch immer ein großes Tabuthema, wenn Menschen – und eben auch wir Mütter – solche Medikationen benötigen, um auf den Beinen zu bleiben. Wieviele sind es wirklich da draußen. Meldet Euch!

Juraexamen mit Kind - war Justitia Mutter?

Von anderen studierenden Müttern (Studium, Kinder, Hausbau):

„Erst seit ich die Antidepressivia nehme, merke ich plötzlich, wie schlecht es mir eigentlich die ganze Zeit ging.“

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(M)ein Leben nach dem #Burnout – Ich bin „jede 5. Mutter“ *

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Der Weg ist das Ziel (Bildrechte: dieverlorenenschuhe)

(Aktualisierte und ergänzte Fassung vom 19. Jan. 2017)

Jetzt schreibt sie ja schon wieder von diesem Thema, das ewig gleiche. Die erschöpfte Mutter. Aber ich finde, das ist ein Thema, über das man in der heutigen Zeit nicht oft genug schreiben kann, um das Umfeld dafür zu sensibilieren. Um den Leuten, vor allem denen ohne Kinder und auch noch etlichen Herren der Schöpfung, einmal klar zu machen, dass wir Frauen und Mütter nicht immer das perfekt-schöne Leben führen, auch wenn wir zu Hause eine (angeblich) ruhige Kugel mit Kind(ern) schieben, im „Babyurlaub“ sind und gerade nicht „arbeiten“ im Sinne von Gelderwerb. Auch nicht dann, wenn viele Mütter häufig nur noch in Teilzeit arbeiten, so neben den Kindern und dem bißchen Haushalt, haha.

Wie aber geht es mir ganz persönlich nach diesem Zusammenbruch, den ich als „schweren Burnout“ bezeichne, wenn ich ihn mal „so nebenbei“ erwähne? Das ist gar nicht einfach zu beantworten. Ich werde es weiter unten versuchen. Fragen tut auf jeden Fall keiner – oder nur engste Freunde. Aber an und zu ergibt sich für mich die Gelegenheit, im Kollegen- oder Bekanntenkreis davon zu berichten. Beiläufig, mich möglichst nicht zu sehr in den Vordergrund drängend. Ich möchte andere für dieses ernste Thema sensibilisieren. Burnout – das trifft eben nicht nur überforderte Manager oder Arbeitnehmer, nein, es trifft auch Frauen, besser gesagt Mütter, die versuchen, Familie, Beruf und ihre eigenen Wünsche unter einen Hut zu bringen und allem und möglichst jedem gerecht zu werden. Mütter,  die gerade in der heutigen Zeit enorm unter Druck stehen. Weil einfach so viel von ihnen auf allen möglichen Ebenen verlangt und erwartet wird. Oder wir Mütter glauben, überall annähernd perfekt mitmischen zu müssen.

Vielleicht sind Alleinerziehende häufiger von einer totalen physischen und psychischer Erschöpfung betroffen, vor allem dann, wenn sie wirklich für alles alleine verantwortlich sind, es keinen Wochenend-Papa, Großeltern oder ein anderes verfügbares soziales Netzwerk gibt. Das ist dann der „worst case“. Aber auch Frauen mit viel arbeitenden Männern an ihrer Seite, oder mit Männern, die sich wenig für die Belange von „Mutti“ interessieren, sind in Gefahr. Ich selber fange den Schichtdienst meines Mannes auf, dazu gehören von ihm durchgearbeitete Wochenenden (wenn ich selber mal eine Pause bräuchte), Nachtschichten, vor und nach denen der Mann schlafen muss oder eben häufige 12-Stunden-Schichten. Hinzu kommen meine eigenen oft unregelmäßigen Arbeitszeiten, die bis in die Nacht hinein gehen.

Letztendlich können auch Mütter, die mit ihren Kindern gänzlich zu Hause sind, von einem  Burnout betroffen sein. Denn viele Faktoren spielen beim Entstehen dieser Erkrankung eine Rolle.

Wenn der Körper streikt

Sicherlich sind Menschen unterschiedlich disponiert, was ihre ganz eigenen Resilienz, also ihrer Widerstandskraft gegenüber Belastungen angeht. Die einen halten länger unter hohen Belastungen durch, brauchen weniger Schlaf, weniger Auszeiten für sich selber und nehmen sich nicht gleich alle (gefühlte) Kritik  zu Herzen. Und andere trifft es eben eher. Sie sind weniger gelassen, halten dem übervollen Sorgenkonto irgendwann nicht mehr stand und erliegen schließlich ihrer totalen körperlichen und psychischen Erschöpfung. So wie ich. Als hochsensibler Mensch stoße ich vielleicht früher an meine Grenzen, wo mir alles zu viel wird als jemand, der mehr von den äußeren Reizen wegfiltern kann. Mir fehlt vor allem immer wieder Ruhe, Zeit mit mir alleine,  mein Selbst, meine Interessen, mein eigenes Leben eben – abseits meiner Kinder und der dazu kommenden, mehr als lästigen Hausarbeit. Auch habe ich unter meinen zwei Kindern ein sehr anstrengendes, welches uns Eltern in vielen Belangen sehr fordert. Und ich habe Altlasten.

Ausgebrannt

Ja, mir ist es passiert. Ich konnte irgendwann gar nicht mehr, nach dem ich schon lange nur noch aus dem „letzten Loch pfiff“. Ich habe mich lange gequält und es nicht wahr haben wollen. Besser, ich musste erst einmal realisieren, was da mit mir überhaupt geschieht und das es tatsächlich Panikattacken sind, die mich immer wieder heim suchen. Und die Ärzte, zu denen ich tatsächlich bereits ein gutes Jahr zuvor hilfesuchend ging, erwähnten, dass ein Burnout im Bereich des Möglichen wäre, aber keiner konnte mir sagen, was ich tun sollte, damit es nicht so weit kommt. Hier oder da mal ein Stündchen für mich hat einfach nicht mehr ausgereicht, um noch die Kurve zu kriegen, um mich so weit erholen zu können, dass die Akkus wieder annährend voll waren. Es war längst zu spät. Ich kam aus der Spirale nicht mehr heraus. So richtig hat mir also niemand geholfen und konnte mir niemand helfen. Damit war der totale Zusammenbruch quasi vorprogrammiert.

Um allen möglicherweise Betroffenen einerseits Mut zu machen, dass es ein „Leben danach“ gibt, aber auch eventuell eine Möglichkeit, dass es erst gar nicht so weit kommen muss, dafür möchte ich hier noch einmal aufschreiben, welche Symptome und Anzeichen es bei mir gegeben hat. Und was ist überhaupt ein Burnout? Eine Begriffserklärung aus meiner Sicht, ohne jetzt den Duden oder einschlägige psychologische Seiten zu konsultieren:

Burnout, das ist erst einmal ein moderner Begriff für eine Erschöpfungsdepression (oder auch: psychisches Belastungs-oder Erschöpfungssyndrom), ist also artverwandt mit einer Depression. Aber für mich ist es nicht unbedingt das gleiche. Es fühlt sich zeitweise vermutlich gleich an – und ich habe lange überlegt, ob ich nun depressiv bin oder nicht. Sicher, solche Momente geprägt von Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, vielleicht sogar Aussichtslosigkeit, zumindest in dem Moment, die gab und gibt es immer mal wieder. Ich selber bin aber ein viel zu lebensbejahender und optimistischer Mensch – zumindest meiner ganz persönlichen Einschätzung nach – das ich glauben kann, eine (immer wiederkehrende) Depression zu haben. Eine depressive Episode war mein Burnout aber zweifelsohne. Und dem voraus ging eine Zeit, in dem mein Denken zunehmend von Sinnlosigkeit geprägt wurde.

Burnout, das heißt ausgebrannt sein. Und das trifft es für mich sehr gut. Die Akkus sind irgendwann komplett leer und lassen sich nicht so null-komma-nichts wieder aufladen. Wie gesagt, kleine Auszeiten haben es irgendwann nicht mehr gebracht. Ich war leer, wirklich ausgebrannt und zu nichts mehr fähig, mein Körper hat seinen Dienst schließlich komplett versagt.

Wie alles begann. Eine Mutmaßung

Angefangen hat das ganze vermutlich schon nach der Geburt meines ersten Kindes. Wenn ich ganz ehrlich bin, so habe ich die Weichen dafür vermutlich noch viel eher gestellt (Stichwort Altlasten). Mein Leben hat sich vor nun fast 5 1/2 Jahren von einem Tag auf den anderen mit der Geburt meines Sohnes total verändert. Nichts war mehr so wie vorher, alles, was zuvor mein Leben bestimmt hatte, schien plötzlich in weiter Ferne. Und auch die Liebe zu diesem neuen Menschlein konnte diesen gewissen Verlust nicht immer kompensieren. Hinzu kam wirklich ein unglaublicher Schlafmangel ausgelöst durch ein wirklich extrem schlecht schlafendes, viel schreiendes Baby. Und eine Monotonie des Alltags, die ich so nicht kannte. Nach 7 Monaten schließlich kam die Mehrfachbelastung, ich ging wieder in meinen alten Job zurück, und machte diesen – oder versuchte es zumindest – wie zuvor auch. Als wäre nichts gewesen.

2 Jahre später kam mein zweites Kind auf die Welt. Auch wenn ich dieses Mal wusste, was da auf mich zukommt oder kommen könnte und mir vieles leichter erschien, so hatte ich nun ja zwei kleine Menschlein zu versorgen. Auch wenn mir KindNr. 1 plötzlich so groß vorkam, so weiß ich heute, dass er noch so unglaublich klein war. Ich war schlicht überfordert, müde, ausgelaugt und vor allem existierte ich selber nicht mehr – und ging nach 9 Monaten erneut in den Job. Dieses Mal zweifelte ich diese Entscheidung aber enorm an, so wie plötzlich alles, was mein Leben und auch in der Vergangenheit gemachte Entscheidungen anbelangte. Und diese Zweifel wurden mit zunehmender Erschöpfung immer größer. Wozu mache ich das alles? Aber ich muss ja Geld verdienen, um im Jetzt und erst recht im Alter von etwas leben zu können. Mein Mann verdient zu wenig, um eine vierköpfige Familie zu ernähren, und in die Abhängigkeit würde ich mich ebenfalls niemals begeben wollen. Schon gar nicht bei unseren Paarproblemen, die mich zusätzlich – oder vielleicht sogar zu großen Teilen – mit nach unten zogen.

Jobalternativen gab (und gibt) es keine. Also machte ich einfach weiter. Mit schwierigem KindNr. 1, den ständigen, von ihm ausgehenden Geschwisterstreitigkeiten, meiner schwieriger Ehe, vielen Altlasten und dieser unsagbaren Müdigkeit. Und dann war da vor allem auch noch der Anspruch an mich und andere. Gut geführter, nicht allzu chaotischer Haushalt und gut im Job. Gute Mutter, die nicht ausrastet, wenn ihr alles zu viel wird, was ich nicht schaffte… . Also begleiteten mich auch noch diese ständigen Schuldgefühle, weil ich all meinen Aufgaben nicht gerecht werden konnte und viel zu viele Fehler machte. Darunter unverzeihliche. Und je schlechter es mir ging, desto mehr glaube ich, das gehöre so, also dass ich mich so aufopfere, dass ich selber nicht mehr zähle, dass ich keinen Anspruch mehr auf mich habe dürfe. Immerhin: ich hatte mich doch für das Muttersein entschieden, ich wollte Kinder, also bitte, dann muss ich da jetzt auch durch, dann ist es ganz normal, dass meine eigenen Bedürfnisse nicht mehr zur Debatte stehen. Das Darben gehört halt einfach dazu, basta! Ich glaube, ich müsse mich quälen, das würde man von mir verlangen bzw. ich verlangte es aufgrund dieser Vorstellungen von mir. Und lange Zeit hat mir auch niemand erzählt, dass ich auch irgendwie wichtig wäre. Ich ahnte es zwar und sehnte mich nach meinem alten Leben, wieder mit schlechtem Gewissen. Und klar, so lange die Kinder sehr klein sind, ist die Belastung besonders hoch. Da ist es sehr schwer oder nur mit sehr gut ausgebautem Netzwerk und viel Gelassenheit und Resilienz möglich, gut durch diese Zeit zu kommen. Ich hatte zu wenig von all dem und kam eben nicht durch. Ich funktionierte nicht mehr!

Meine Symptome – Mama funktioniert nicht mehr

Meine Symptome waren folgende, mit der Zeit traten immer mehr auf (die Reihenfolge entspricht allerdings nicht ihrem tatsächlichen Auftreten):

  • Schwindelgefühle, und zwar nicht nur dann, wenn ich mal eben aufstand, sondern einfach so zwischendurch
  • Müdigkeit, permanente. Auch nach einer guten Nacht. Nach sehr wenig Schlaf hätte ich auf der Stelle einschlafen können, aber durfte nicht. Wie oft musste ich mich wachhalten und weiter funktionieren. Und wenn ich mal die Chance hatte, ging es auch nicht. Denn ich hatte
  • Schlafstörungen Tagsüber einschlafen konnte ich nicht mehr, und nachts wachte ich ständig auf, lag mehrere Stunden wach und das alles zu den von den Kindern verursachten Störungen. (Ich war allerdings schon lange ein schlechter Schläfer und glaubte, es gehöre dazu).
  • Gereiztheit, Aggressivität. Ich habe echt geglaubt, ich sei der schlechteste Mensch überhaupt und dass ich so langsam verrückt werde. Ja, richtig verrückt, psychische Störung, psychische Erkrankung oder so etwas. Ich habe mich nicht mehr für normal gehalten, sondern einfach für krank. Und ich fing häufiger an zu heulen, einfach so, aus dem Nichts. Sitze da mit den spielenden Kindern und plötzlich heule ich los.
  • Die ganzen körperlichen Symptome setzten eine Spirale der Angst in Gang. Ich fühlte mich fast immer so elend, ich konnte nur schwer körperlich krank sein. Krebs oder sonst etwas. Wieviel ich meine Symptome googelte, was das alles sein konnte. Und mein Blutbild wies sowieso immer einige Ungereimtheiten auf, zu hohe Entzündungswerte z. B. Und ein schwerer Eisenmangel der Körpereisenwerte. Auch das erschöpfte mich sicher zusätzlich.
  • Aus Angst, krank zu sein, frühzeitig sterben zu müssen, nicht mehr meine Kinder aufwachsen zu sehen, nicht mehr funktionieren zu können, bekam ich noch mehr Angst. Dies erzeugte Angst vor der Angst, ich hatte Angst- und Panikattacken. Wenn mich nach dem Zusammenbruch Leute fragten, was ich denn hätte, habe ich immer gesagt, ich leide unter einer Angst- und Panikstörung (mit depressiven Anteilen), denn das war meine Diagnose. Gerade als meine Erschöpfung ihren Höhepunkt erreichte und ich schließlich anfing, Antidepressiva zu nehmen, hatte ich unglaublich starke Panikattacken. Ich erlebte, wozu der Körper fähig ist, also im negativen Sinne.
  • Ich hatte immer wieder Herzrasen. Das wurde abgeklärt, es sollte alles in Ordnung sein. Es fühlte sich so an, als würde mein Kreislauf einfach zusammenbrechen. Am Ende war das natürlich besonders schlimm. Da lag ich einmal einfach nur auf dem Sofa und sah meinen Kindern beim Spielen zu und es wurde mir plötzlich ganz komisch und ich glaubte, im nächsten Moment sterben zu müssen.
  • Ich hatte Atemprobleme, für mich eines der schlimmsten Symptome, die mich lange und immer wieder begleiteten. Fühlte sich an, als wäre zu wenig Sauerstoff um mich herum. Ich bekam einfach nicht genug von dem lebenswichtigen Zeug. Und ich atmete häufiger nicht mehr autonom. Ich musste mich richtig darauf konzentrieren, damit ich das Atmen nicht vergesse. Nachts wachte ich auf, weil ich zu Atmen aufgehört hatte. Besonders in der ersten Zeit nach dem Komplettabsturz meines Systems gab das ganz schlimme Nächte, zusammen mit den nächtlichen Panikattacken. Ich war einfach kurzatmig, weil mir ja auch generell die Kraft fehlte.
  • Ganz am Ende hatte ich noch nicht einmal mehr die körperliche Kraft zum Sprechen. Versuchte, meinem Sohn ein Gute-Nacht-Buch vorzulesen und konnte fast nur Flüstern.
  • Ich kam kaum mehr hoch, musste mich richtiggehend zwingen. Ich hatte mental noch Lust auf das Leben, aber mein Körper wollte nicht mehr. Ich erinnere mich, dass ich auch nach einer gut geschlafenen Nacht nicht mehr konnte, mich unter die Dusche schleppte – und mich schließlich das erste Mal von meinem Mann ins Krankenhaus fahren ließ. Auf dem Weg dahin hatte ich eine Hyperventilationstetanie, mein gesamter Körper kribbelte und verkrampfte und ich dachte, ich müsse sterben. Es war mein Nahtoderlebnis. Seit dem ist eine Tüte mein ständiger Begleiter. Allerdings tauchte das Kribbeln auch auf, wenn ich wieder besonders unter Anspannung stand, ich also der Meinung war, nicht völlig falsch geatmet zu haben. Das Kribbeln meiner Nasenspitze z. B. war einfach nervig undunheimlich.
  • Überhaupt, mein Körper war zusehends total verkrampft. Ich konnte gar nicht mehr entspannen. Er muss überschüttet gewesen sein mit Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol. Diese Verkrampfung hatte ich auch hinterher, also nach den Monaten nach dem Zusammenbruch immer noch, es fühlte sich an wie eine Verkrampfung von innen. Fürchterliches Gefühl, als würde das Blut sich verfestigen und man innerlich verkleben oder so.
  • Ich hatte, passend zum Schwindel auch Sehstörungen. Also unscharf sehen auch mit Brille auf der Nase. Aber auch immer wieder einen gewissen Druck im Kopf und im gesamten Körper.
  • Ich hatte am Ende so etwas wie Hitzewallungen (und dachte an eine verfrühte Menopause), vor allem Hitzegefühle hinter der Stirn. Auch ein Gefühl, das man echt nicht haben muss.
  • Und dann fing irgendwann das Brummen und Zittern an. Spätestens da wusste ich, dass irgendwas Schlimmes im Gange sein muss. Dieses Brummen wurde immer lauter, es war so unheimlich laut, wie ein Tinnitus, der von meinem gesamten Körper produziert wurde. Das war vor allem nachts unheimlich nervig.
  • Es kribbelte, in den Händen, in den Füßen, das Gesicht, alles. Ich überlegte, was das sein könnte. Multiple Sklerose vielleicht? Und in den Tagen, bevor ich mich vom Krankenwagen abholen ließ, da fing plötzlich einfach mal ein komplettes Bein zu kribbeln an.

Und so konnte ich mich schließlich einfach nicht mehr auf den Beinen halten. Nichts ging mehr.

Wieder einmal in der Notaufnahme

Und dann kam der Arzt im Krankenhaus, der mich soweit ernst nahm und mir ein Antidepressivum verschrieb. Eines aus der Gruppe der SSRI, ein sog. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Und es begann ein langer Prozess der Genesung bzw. des Akzeptierens, des Lernens, des Änderns meiner inneren Einstellung. Was mir gelang, als es mir körperlich besser ging. So gut wie seit Jahren nicht mehr. Also doch nicht todkrank, nur manchmal etwas müde und schlapp und einfach überfordert.

In den ersten Wochen lag ich einfach nur da, die Nächte waren schlimm und tagsüber konnte ich gar nicht schlafen. Ich konnte anfangs gar nichts machen, selbst Lesen war mir zu viel. Fast zwei Wochen habe ich gar nichts gegessen, selbst Schokolade kam mir nicht über die Lippen. Um meine Kinder musste sich mein Mann ganz alleine kümmern. Ich starte die Decke an oder hielt die Augen nach Möglichkeit einfach geschlossen, denn das war weniger anstrengend. Da lag ich und gab meinem Körper und Geist das, was er sich jahrelang immer deutlicher eingefordert hatte: Ruhe! Nach einiger Zeit konnte ich mich zeitweise in den Sessel oder auf meinen Sitzsack setzen. Ich schaute aus dem Fenster und genoss diese ruhigen Momente, wenn meine Kinder im Kindergarten waren. Viel tun konnte ich nicht. Bestimmt nicht üben oder all die Dinge, nach denen ich mich so lange schon sehnte, z. B. Klavier spielen oder Lesen. Irgendwann machte ich wieder ein wenig im Haushalt, aber nicht zu viel. Und ich fragte mich, ob dieses scheußliche Brummen und Zittern meinen Körper irgendwann wieder verlassen würde. Es sollte Wochen dauern, bis es weniger wurde, und Monate, bis ich es gar nicht mehr spürte….

Und heute? Oder: Phoenix aus der Asche

Wie geht es mir heute, 10 Monate danach?

Ich hatte den Text schon vor zwei Monaten getippt und ihn jetzt überarbeitet. Ja, zwischenzeitlich ging es mir richtig gut. Lest selbst:

Ich kann besser schlafen. D. h., ich schlafe auch tagsüber viel leichter wieder ein. Ich kann nämlich etwas besser loslassen und setze andere Prioritäten. Ich schlafe halt, anstatt den Haushalt zu machen oder zu glauben, noch Zeit für mich, für meine Interessen haben zu müssen. Schlafzeit ist die gesündeste Form der me-time. Ich übe noch weniger bis gar nicht, ich komme zu vielem nicht. Aber ich versuche, die Maschine am Laufen zu halten durch Schlaf und Ruhe.

Ich kann zu wenig Schlaf – und ich komme schnell unter das Pensum, welches ich eigentlich bräuchte –  überhaupt nicht mehr ab. Und sobald ich mich nicht gut fühle, irgendwas nicht stimmt, kommt die Angst zurück, die Angst davor, dass ich irgendwann wieder so ein Burnout erlebe, dass mein Körper erneut nicht mehr kann und aufhört zu funktionieren oder ich eben doch schwer krank bin. Ich muss auf mich achten, aber es ist gar nicht so einfach im Alltag, als berufstätige Mutter zweier Kinder. Ich habe gelernt, Dinge liegen zu lassen, weniger zu tun. Ich habe wieder mehr Freude am Leben, ich tue manchmal wieder etwas für mich. Ich habe meine Einstellung zu vielem geändert. Ich bin gelassener und ruhiger geworden.

Außerdem schrieb ich vor einiger  Zeit:

Im Internet las ich einen Artikel darüber, dass ein Burnout durch 4 Phasen ginge. Bevor man also komplett zusammen bricht, kündige sich das Ganze nach und nach an. Leider ist der Artikel online nicht mehr verfügbar, aber ich dachte mir beim Lesen so, dass ich sie alle erlebt habe, diese 4 Phasen eines Burnouts.

(An anderer Stelle fand ich eine 12-stufige Spirale, die den Weg zum totalen Zusammenbruch anzeigt).

Was mir von dem Artikel am meisten in Erinnerung geblieben ist, ist der Abschnitt darüber, dass das eigene Leben plötzlich verstärkt angezweifelt wird und Entscheidungen nur noch sehr schwer zu treffen sind. So war es auch bei mir. Ich war erstaunt darüber, dass mich selbst Kleinigkeiten vor schwerwiegende Entscheidungsfindungen stellten. Ich konnte mich oft einfach nicht mehr entscheiden, weil ich Angst davor hatte, Fehler zu machen. Für mein weiteres Leben gravierende Fehler. Ich habe in meiner starken physischen wie auch psychischen Erschöpfung mein Leben komplett angezweifelt, und zwar jede Facette. Angefangen von der Partnerwahl, meinem Wohnort und Haus, meinem Job bis hin zu der Entscheidung, zwei Kinder bekommen zu haben. Ich konnte kaum mehr nachvollziehen, dass es eine Zeit in meinem Leben gegeben haben sollte, wo ich mich für Dinge entschieden hatte und Risiken eingegangen war, um etwas z. B. beruflich zu erreichen. Dieses Wesen erschien mir so unheimlich weit weg. Auch der lebenslustige Mensch, der Freude an so vielen Dinge hatte, nicht zuletzt an der Gesellschaft anderer Menschen und geselliger Runden, kannte ich nicht mehr.

Mein Körper zeigte mir mehr als ein Mal an, dass ihm alles zu viel war. Ich war immer wieder „komisch und für mich unerklärbar“ krank. Ich wußte einfach nicht, was es ist, was mich da immer so lahm legte, dass ich kaum mehr hoch kam – oder sofort wieder völlig kraftlos zusammen sackte. Frauen entwickeln aus dieser völligen Überbeanspruchung ihrer Kräfte dann häufig eine Angst- und / oder Panikstörung. Auch die zeigte sich bei mir bereits immer wieder im Laufe des dem Zusammenbruch vorangehenden Jahres. Aber ich habe sie lange Zeit nicht erkannt und mit schlimmen Krankheiten in Verbindung gebracht, die ich mir ergoogelte oder über wikipedia zu Gemüte führte. Die Symptome hätten auch oft gepasst. Aber Herzrasen, Atemnot, totale körperliche Schwäche und Abgeschlagenheit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, völlige Verspannung des gesamten Körpers, das passiert eben auch, wenn der Körper über Jahre extremem Schlafmangel und permanenten Stress ausgesetzt ist. Vieles von dem Stress selbstgemacht und im Kopf entstanden. Als dann noch permanenten Zittern und auch Kribbeln im Körper dazu kam, kam auch  immer öfter die Todesangst. Ernsthaft! Gleich bricht mein Kreislauf komplett zusammen, dachte ich mehr als ein Mal.

Erst durch eine Einstellungsänderung zu meinem derzeitigen Leben, psychologische Unterstützung von mehreren Seiten und einem Serotonin-Wideraufnahme-Hemmer (SSRI, auch bekannt als Antidepressivum), haben mich wieder auf die Beine gebracht. Ich funktioniere weitestgehend wieder, sei es in meinem Job als Orchestermusikerin wie auch privat als Mutter. Ich habe wieder mehr Freude am Leben. Aber ich muss sehr auf mich Acht geben und Ruhepausen auch wirklich nutzen. Ich merke sofort, wenn ich zu wenig schlafe. Ich bekomme dann Angst, Angst im Alltag zu versagen, weil ich zu schwach bin für die Erledigung der mir auferlegten Aufgaben und Verantwortungen. Weil ich Angst habe, dass mir das wieder passiert. Ich möchte nicht wieder wochenlang aus meinem gewohnten Leben gerissen werden, weil ich nicht mehr kann. Ich möchte nicht wieder das Gefühl haben, total depressiv zu sein, obwohl ich meiner Ansicht nach allenfalls ein nachdenklicher und melancholischer Mensch bin, aber nicht ernsthaft depressiv. Ich habe Spaß am Leben! Aber dafür brauche ich inzwischen ein Grundmaß an Wohlbefinden. Alles andere kommt einer Quälerei gleich, durch die ich mehrere Jahre gegangen bin.

Ungläubig schaue ich heute manchmal zurück und frage mich, wie ich das schaffen konnte. Das alles, die letzten Jahre. Ich habe mich so alleine gefühlt – und war es wohl auch.

Und doch – und das hier ist die Fortsetzung 2 Monate später – gerade die letzten Wochen waren wieder sehr anstrengend für mich. Die Probleme mit KindNr. 1, die erneute (!) Verschlechterung meiner Beziehung, das alles bleibt eine große psychische Belastung und verlangt viel Kraft von mir. Auch die Schlafstörungen sind zurück. Ich bin bereits seit 2 Uhr heute nacht wach, konnte nicht mehr einschlafen. Jedenfalls nicht bis zu dem Zeitpunkt, als um 5:50 h mein Wecker klingelte. Dass ich nicht gut einschlafen kann oder wieder öfter aufwache, beobachte ich nun schon seit mehreren Wochen. Daher glaube ich, hat es wenig damit zu tun, dass ich vor 2 Wochen begonnen habe, das Antidepressivum auszuschleichen.

Dazu habe ich vermehrt (wieder) Magen-Darm-Probleme, unter anderem mit Magenschmerzen und Übelkeit, was mich kräftemäßig sehr runterzieht. Dazu große Probleme im  Nacken- und Rückenbereich, so dass ich inzwischen Gefühlsstörungen in den Fingern der linken Hand habe. Beängstigent, nicht nur als Linkshänderin, sondern als Berufsmusikerin, die alle ihre 10 Finger braucht. Mit dieser Sorge und tauben Fingern dem Alltag immer total gelassen zu begegnen, fällt mir nicht leicht. Und manchmal ist da wieder dieses Gefühl mit den Kreislauf und der Angst… . Also, Baustellen ohne Ende. Und gerade fehlt es mir wieder so, dass ich zu nichts komme, die Kinder, vor allem das erste, erst sehr spät ins Bett gehen. Da bleibt einfach keine Zeit für mich!  Schon gar keine qualitativ hochwertige.

Die Schuldfrage

Damit kein falscher Eindruck entsteht: meine Kinder können nichts dafür. Sie sind gewollt, sie sind da und ich liebe sie. Aber: ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so anstrengend für mich sein würde, Mutter zu sein. Vielleicht hätte ich es als jüngere Mutter auch besser „weggestreckt“, diese ganze Anstrengung, die Anforderungen an mich und meinen Körper. Vielleicht aber auch nicht. Auf diese Frage werde ich keine Antwort mehr finden.

Ich bin der Meinung, es ist auch Schuld der Gesellschaft und eben dieser Zeit, in der wir gerade leben, denn die macht es uns heute nur auf den ersten Blick leichter. Ich glaube fest, dass unsere Eltern damals vor einigen Jahrzehnten eine leichtere Rolle als Eltern hatten.

Ich selber habe Schuld, weil ich vermutlich zu hohe Erwartungen an mein Leben habe und davon auch noch ein bißchen für mich übrig behalten möchte, mich also nicht komplett für andere aufopfern kann. Es ist ein Zusammenspiel aus ganz vielen Faktoren. Ich kann mich schwer davon frei machen, dass ich nicht doch einfach nur zu schwach bin für diese Welt. Auch wenn ich inzwischen weiß, dass ich mit meinem Burnout-Erlebnis kein Einzelfall bin, sondern eine von vielen Müttern  -Tendenz steigend – in dieser Situation. *

Insgesamt habe ich gerade in den letzten Wochen regelmäßig immer wieder das Gefühl, auf einen erneuten kleinen Zusammenbruch zu zusteuern. Ich muss mehr auf mich achten, is‘ klar. Ich muss mir die berühmten „Inseln“ schaffen und Zeit für mich einräumen. Klar, versuche ich. Gelingt aber nicht immer. Ich mache Kompromisse, jeden Tag. Ertrage den Dreck und das Chaos um mich herum und die Tatsache, dass vieles liegen bleibt. Und dass ich mich oft einfach nur als Rabenmutter fühle, damit ich selber nicht ganz zu kurz komme. Ich wäre schon froh, wenn die Abende, an denen ich zu Hause bin (also nicht arbeiten muss), auch einmal mehr mir gehören würden. Aber seit einer geraumen Zeit schlafen die Kinder später ein, Nr. 1 schafft es oft bis 21:30 Uhr und noch später. Und dann heißt es auch für Mama längst: Gute Nacht!

Aber ich darf nicht jammern. Ich bin Mutter. Ich habe es ja so gewollt!

Buchtipp:

Nicht direkt zum Thema Burnout, aber sehr interessiert habe ich vor einigen Wochen das Buch „Nur die Liebe fehlt – Von Depression nach der Geburt und Müttern, die ihr Glück erst finden mussten“ von Petra Wiegers gelesen. Ich fand es klasse und die Fallbeispiele in dem Buch haben mir gezeigt, dass es viele Mütter gibt, denen es ähnlich wie mir geht. Ich hatte keine Postpartale Depression, sondern einfach nur eine schwere Zeit nach den Geburten meiner Kinder. Auch dies zu verarbeiten, zu akzeptieren und mir ein Stück weit zu verzeihen, dabei hat mir das Buch geholfen.

 

*Inzwischen hat das Thema „Burnout bei Müttern“ in den Medien an Präsenz gewonnen. Laut eines Textes, den ich vor nicht allzu langer Zeit lesen durfte, erkrankt heute jede 5. Mutter an einem Burnout. Die Anträge auf eine Mutter-Kind-Kur mit dieser Diagnose oder damit im Zusammenhang stehenden Diagnosen haben in den letzten Jahren stark zugenommen.

 

Wenn Mama nicht mehr kann #burnout

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Mal geht es rauf und mal geht es wieder runter. (Bildrechte: dieverlorenenschuhe)

Wir müssen aber können, wir Mütter. Immer und überall, jederzeit. Ob wir krank sind oder nicht. Welche Mutter kennt das nicht: sie sollte eigentlich das Bett hüten, doch sie hat keine Wahl. Es ist niemand da, der sich um die Kinder und den Haushalt kümmert. Oder der Partner hat die Männergrippe und liegt selber mit Schnupfen halbtot danieder. Da haben wir Mütter einfach Pech gehabt. Und wenn nicht nur wir über der Kloschüssel hängen, sondern auch noch die Kinder, dann ist „Holland in Not“. Es hilft nichts, wir müssen ran!

Und dann gibt es da noch die anderen Sachen, die, welche nicht so schnell wieder verschwinden. Wir sind erschöpft, dauermüde, der Körper streikt. Erst nur ein bißchen und nur ab und zu, dann immer öfter und immer länger. Es wird schlimmer, wir wissen, wir brauchen eine Auszeit. Das eine Stündchen am Abend reicht nicht mehr, wird sowieso verschlafen (zum Glück! Schlaf!),  auch nicht die Stunde unter der Woche, wenn der Partner oder die Großeltern mal die Kinder nehmen. Es reicht irgendwann nicht mehr. Wir sind nur noch alle, kaputt, leer. Ausgebrannt. Verzweifelt dazu. Das Burnout-Syndrom hat zugeschlagen.

Erst schleichend, dann radikal

So fing es auch bei mir an. Jahrelang viel, viel (!) zu wenig Schlaf. Keine wirkliche Auszeiten mehr, im Alltag sowieso nicht. Urlaube, die zwar einen Ortswechsel beinhalteten, aber den Beinamen „Erholung“ nicht verdient hätten. Genauso wenig die Wochenenden, die man früher genutzt hatte, um mal was zu erleben, etwas für sich zu tun und außerdem dazu, sich vom Job auszuruhen. Einfach mal wieder zu sich selber finden. Nichts (zu) machen! Jetzt sind da die Kinder, welche einen brauchen. Häufig und gerade in den ersten Jahren rund um die Uhr. „Sie wollen immer noch alles!“ sagte man zu mir. Achja? Ich wollte einfach nur eine Familie und einen Job, der Spaß macht und das Geld bringt, welches wir zum Leben brauchen (und mir ein wenig Rente sichert). Alles andere hatte ich aufgegeben. Hobbys und Interessen? Fehlanzeige. Ein Heim nach meinen Vorstellungen? Hier regiert schon lange das Chaos und die To-Do-Liste reicht mindestens einmal um den Erdball. Tolle Urlaubsreisen? Ja, ein Mal im Jahr an die Nordsee (wobei das auch schön ist, ich bin da sehr gerne). Selbstverwirklichung als Musikerin, Musizieren auf höchsten Niveau in diversen Orchestern und Kammermusikformationen? Habe ich längst aufgegeben. Keine Zeit, keine Kraft. Was also bitte will ich immer noch alles, wenn ich schon so vieles hergegeben habe?

Ich schob meinen Zustand auf die jahrelange Ausbeute meiner eigenen Person. Zwei Kinder mit kleinem Altersabstand, immer wieder schnell zurück in den Job. Schichtdienste. Ich bin zudem nicht mehr die Jüngste. Nur noch erschöpft. Manchmal fing ich einfach an zu weinen, aus dem Nichts und aus purer Erschöpfung und Verzweifelung. Ich wurde auch aggressiv und gereizt, lies meine Wut schreiend heraus und rannte sogar mal davon. Ich holte mir Hilfe, das war vor einem Jahr, ging zum Arzt, wurde krank geschrieben. Ging wieder arbeiten. Spürte nach einigen harten Wochen, dass ich dringend eine Pause bräuchte. Aber es war Sonntag, mein Mann und ich mussten arbeiten. In der Nacht davor fing es an. Es ging mir so mies. Ich hatte Atemaussetzer, Durchfall und konnte kaum schlafen. Irgendwas fühlte sich komisch an, und ich wusste nicht, was es ist. Eine „komische Erkrankung“, sagte ich noch hinterher, eine Woche später, als ich wieder auf den Beinen war.

An dem Sonntag schaffte ich es noch bis an den Fernsehkameras vorbei. Es war heiß. Ich schwitzte. Mir war schwindelig. Ich bekam kaum Luft. Diese innere Unruhe in meinem Körper machte mich wahnsinnig. Dann holte mich das DRK ab.

Immer weiter – höher und schneller is‘ längst nicht mehr

Der Arzt sagte, ich sei erst mal durch und bevor es zum Burn-Out käme, schrieb er mich noch mal krank. Außerdem fand ich eine Psychotherapeutin. „Suchen Sie sich Inseln im Alltag!“ Ja, wie denn?! Ich musste weitermachen. Job, ständig streitende Kinder, massive Eheprobleme, ein fehlendes soziales Netz und (somit) emotional ohne jegliche Unterstützung, gefühlt also wie total alleine. Dazu Schuldgefühle (ich bin immer Schuld, an allem!), Selbstzweifel und Zweifel an allem, an meiner ganzen Lebenssituation und vielen Entscheidungen in der Vergangenheit. Ich war frustriert, meine Frustrationstoleranz lange überschritten. Meine Gedanken drehten sich im Kreis, Monatelang. Eigentlich schon Jahrelang. Manchmal waren da diese Momente der absoluten Leere. Ich hatte das Gefühl, dass die Zukunft im Dunkeln lag, völlig sinnentleert. Dann waren da wieder die Kinder. Für sie musste ich durchhalten! Für wen sonst? Dann immer wieder diese Atemprobleme und diese Erschöpfung. Das Gefühl, schwer krank zu sein! Damit kam ich dann per Hyperventilationstetanie in die Notaufnahme. Mein ganzer Körper kribbelte und hatte sich teilweise verkrampft. Ich sollte eigentlich gerade meine Tochter im Kindergarten eingewöhnen (der Mann hatte den Anfang gemacht) und nun ging erst mal ein paar Tage gar nichts mehr. Statt die Zeit für mich zu nutzen, lag ich da und starte die Decke an. Selbst Lesen war zu anstrengend. Ich schloss die Augen und wartete darauf, dass mein Körper mir wieder gehorchte.

Das tat er – mehr oder weniger. Ich war dauernervös, dieses Zittern war viel zu oft da. Ich hatte morgens im Auto schon Atemnot und oft hörte das stundenlang nicht auf oder kam immer wieder. Da ist kein Sauerstoff für mich! Und automatisches Atmen ging dann nicht mehr, ich musste mich darauf konzentrieren, sonst hörte ich einfach auf. Später, als es richtig schlimm war, wachte ich nachts immer wieder auf, weil ich zu Atmen aufgehört hatte. Jedenfalls kam es mir so vor.

Leichte Panikattacken bestimmten meinen Alltag. Der Körper zitterte, ich wurde so unglaublich müde und wollte nur noch meine Ruhe. Aber ich biss mich durch und dann ging es mir besser. Wochenlang war ich fit. Also war es doch der Eisenmangel, den man festgestellt hatte. Ich nahm Eisentabletten und vielleicht hatte das einen gewissen Placebo-Effekt.

Ätschbätsch – zu früh gefreut

Anfang des Jahres merkte ich bald, dass ich mal wieder ein Päuschen gebrauchen könnte. Ich sehnte mich nach einem ganzen Tag nur für mich alleine. Ruhe! Doch ich nahm ihn mir nicht. Ich spürte, wie die innere Gereiztheit zurück kam. Dann verlangte man im Kindergarten ein Gespräch. Kind Nr. 1, so ginge es nicht weiter, eine Lösung müsse her. Ich hatte eine Kinderpsychotherapeutin angerufen, trotzdem ging ich aus dem Gespräch mit den Erzieherinnen raus und konnte nicht mehr. Zumal ich nicht wußte, wie ich mit meinem Mann, mit dem es zu dem Zeitpunkt katastrophal lief und sich meine Gedanken nun schon so lange um das Thema Trennung drehten, bezüglich dieses „Problems“ auf einen gemeinsamen Nenner kommen sollte. Mit  ihm zu kommunizieren war nicht mehr möglich. Es fühlte sich an diesem Nachmittag an, als hätte man mir gerade komplett jeglicher Energie aus dem  Körper gesaugt.

Einige Tage später fing es an. Mein „Körpertinnitus“, wie ich ihn lange nannte. Mein Körper zitterte innerlich, nein, er vibrierte und bebte, laut. Nachts war ich wie gewohnt oft wach und mein Körper bebte und brummte wie verrückt. Es wurde nach einiger Zeit wieder leicht besser und ich nahm mir meine „Mama-Auszeit“, aber das reichte nicht mehr. Sobald ich zurück kehrte zu meiner Familie und auf meinen wie immer griesgrämigen Mann stieß, fing es wieder an. Und dann ging gar nichts mehr.

Der totale Zusammenbruch – Ausgebrannt

Mein Körper streikte, komplett. Und damit auch mein Geist. Ich hatte Orchesterprobe, aber ich fühlte, dass ich total erschöpft war, zu erschöpft, um mit meinem Instrument noch die anstrengenden und anspruchsvollen Stücke zu bewältigen. Mir war schwindelig, ich sah die Ferne verschwommen und fühlte diese Hitze hinter der Stirn. Ich holte meine Kinder vom Kindergarten ab und schleppte mich mit ihnen nach Hause. Mein Mann kam dazu. Ich lag den Rest des Nachmittags auf dem Sofa und kam nicht mehr hoch. Auch am nächsten und übernächsten Morgen nicht mehr. Ich rief meinen Chef an und meldete mich krank, ging am nächsten morgen zum Arzt. Der half mir nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich konnte mich nicht mehr richtig um die Kinder kümmern. Ich war ein Häufchen Elend. Wenn ich aufstand, wurde mir schwindelig, heiß, ich zitterte, bekam wieder diese Kribbelgefühle. Und dann dieser Druck hinter der Stirn, die Sehstörungen und diese totale Schwäche und bleiernde Müdigkeit. Mein Herz hämmerte in meinem Oberkörper. Ich dachte immer wieder, ich müsse jeden Augenblich zusammenbrechen.  Ich bat meinen Mann, eher von der Arbeit nach Hause zu kommen, und er kam. Zwar waren meine Schwiegereltern im Haus und betreuten die Kinder, ich versuchte noch etwas zu helfen, aber ich hatte Angst und brauchte jemanden, der nun emotional für mich da war. Das Wochenende stand vor der Tür und bedeutete in diesem Fall, dass mein Mann an beiden Tagen komplett arbeiten musste. Er ging zwar am Samstag später, aber es half nichts. Ich konnte nicht mehr. Ich rief mir einen Krankenwagen und lies mich in mein Krankenhaus in die Notaufnahme bringen. Ich hatte mich von meinen Kindern verabschiedet und ihnen versichert, dass ich bald wieder käme. Beide sahen, wie der Krankenwagen mit mir davon fuhr.

Der Arzt war nett, lustig und schien mich ernst zu nehmen. Er verschrieb mir ein Antidepressivum und erklärte mir, woher mein Zustand käme. Wer jahrelang versuchte zu funktionieren, und sich dabei ständig über seine Kräfte hinaus verausgabt, der wird eben irgendwann krank. Das mit dem Serotonin in meinem Gehirn funktioniere eben nicht mehr richtig. Wenn ich das Medikament ein Jahr lang, vielleicht auch zwei, nehmen würde und weiterhin eine Therapie machte, würde ich wieder gesund werden. Angststörung / Depressive Störung (gemischt), so lautet die Diagnose auf dem Arztbrief. Endlich passiert etwas, denke ich. Lange habe ich für mich ausgeschlossen, Chemie in meinen Körper zu schütten. Jetzt bin ich einfach nur froh. Es wird eine Weile dauern, bis es wirkt, sagte der Arzt. Außerdem soll ich die Dosis nur sehr behutsam steigern.

Darf ich jetzt nicht mehr funktionieren?

Eine Woche lang liege ich fast nur, selbst Lesen ist mir meistens zu anstrengend. Schlafen kann ich nicht, essen mag ich nicht, ich habe einfach keinen Appetit. Selbst Schokolade, die sonst zu meinen Hauptnahrungsmitteln gehört, verschmähe ich. Ich trinke Wasser und warte. Warte darauf, dass es mir besser geht, das Zittern und Brummen weniger wird und ich wieder auf irgendetwas Lust habe. Oder die Kraft. Mein Mann ist zu Hause, er kümmert sich um die Kinder und auch – mehr oder weniger – um den Haushalt und um mich. Er sagt, wir würden das schon schaffen, gemeinsam. Und ich frage ihn was ist, wenn es mir niemals mehr besser geht.

Aber dann irgendwann wird es besser, es gibt bessere Momente. Ich kann wieder öfter aufstehen und auch mal für die Kinder da sein. Ich bin zu Hause. Wenn die Kinder nicht da sind, liege ich meistens auf meinem Bett. Manchmal setze ich mich in meinen alten Ikea-Sessel und schaue nach draußen. Oder ich sitze auf meinem Sitzsack und blicke in den Garten. Die Sonne scheint, das tut so gut. Ich bin einfach da und hoffe. Eines Tages wird alles wieder gut, bestimmt.

Nachts habe ich gerade in der ersten Zeit starke Angst-/ Panikattacken. Es ist grausam. Aus dem Nichts wache ich auf und ringe nach Luft. Habe wohl mal wieder aufgehört gehabt zu atmen. Oder es gibt einen Rums, der durch meinen Körper ruckt und bin wach. Stundenlang oder immer wieder. Es ist so anstrengend. Nur tagsüber schlafen kann ich nie.

„Ich kann nicht mehr!“

Darf ich das sagen? Als berufstätige Mutter zweier kleiner Kinder, die Unterstützung in Form eines Mannes und einem Großelternpaares hat? Ist es nicht einzig und alleine den Alleinerziehenden vorbehalten, irgendwann vor Erschöpfung zusammen zu brechen? Ganz schlimm ist es bei den Frauen, die weder vom Vater ihrer Kinder noch von anderen Anverwandten Unterstützung bekommen und zudem finanziell nicht gerade gut dastehen? Also, durfte ich überhaupt so krank werden? Ich weiß es nicht. Es ist passiert. Ich bin ein perfektionistisch veranlagerter Mensch und zudem hochsensibel. Ich habe in meinem Leben bei weitem nicht nur Schönes erlebt. Ich bringe also einige Voraussetzungen mit, die solche Erkrankungen begünstigen können.

Das Ganze ist jetzt gute 2 Monate her. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Artikel schreiben und veröffentlichen sollte. Es ist sehr persönlich. Aber vielleicht hilft es. Hilft anderen, die Symptome zu erkennen und sie ernst zu nehmen. Mir geht es teilweise besser, aber leider nicht immer. Gerade sind – trotz des herrlichen Frühlingswetters – wieder schlechte Tage. Ich bin sehr müde und kriege schlecht Luft, bin kurzatmig und schlapp. Mir ist oft schwindelig. Ich habe immer wieder dieses Engegefühl in der Brust und mein ganzer Körper fühlt sich oft unheimlich schwer an. Er zittert nach wie vor, wenn auch nicht mehr so stark. Und manchmal habe ich das Gefühl, er kribbelt einfach komplett.

Die Nächte sind bescheiden. Ein Teil meiner Angst dreht sich um die Angst, schwer krank zu sein oder zu werden. Daher werde ich auch hier immer noch einiges ärztlich abklären müssen. Manchmal weiß ich nicht, wie es weitergeht, ob es irgendwann wieder richtig gut wird oder ob ich mit diesem Zustand leben muss. Ich habe einen tollen Ergotherapeuten gefunden (auf Empfehlung meines Hausarztes), der mit Burnout-Betroffenen arbeitet und sich auf die psychische Schiene spezialisiert (hat). Außerdem habe ich eine neue Psychotherapeutin kontaktiert, die eventuell besser zu mir passt. Ich freue mich darauf, wenn sie endlich anruft um mir zu verkünden, dass sie nun Zeit für mich hat. Das ist ja in diesem Bereich immer nicht so einfach. Man wartet schon mal mehrere Monate auf einen Therapieplatz.

Im Krankenhaus werde ich immer wieder ambulant betreut, vor allem wegen der Mediaktion. Ich versuche, an mir zu arbeiten. Meine Erwartungen und Ansprüche in vielen Bereichen habe ich enorm nach unten geschraubt. Höher, schneller, weiter brauche ich nicht mehr unbedingt, trotzdem sind einige Dinge wichtig, um glücklich sein zu können. Eine funktionierende Paarbeziehung stellt dabei das größte Problem bzw. Herausforderung für mich dar. Jeder kleine Streit führt – so scheint es mir – zu einer erneuten Verschlechterung meines Zustandes. Eine Lösung ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint… .

Bleibt gesund! Es ist das Wichtigste im Leben!