Neues Jahr, neues Glück

Neues Spiel. Neues Glück. Vielleicht.

Vermutlich bleibt alles beim alten. Keine New Year’s Resolutions. Die guten Vorsätze zu Beginn eines neuen Jahres. Wozu? Es geht so weiter wie die letzten Jahre auch. Das Hamsterrad des Alltags dreht sich unermüdlich, und nervt mich oft so kolossal. Gerade nicht glücklich. Die letzten Wochen waren anstrengend, voller Erledigungen, Sorgen, Grübeleien. Nicht-zu-Ruhe-kommen. Lange Abende mit den Kindern. So gut wie keine Me-Time möglich. Stress. Zittere wieder ein bißchen. Vielleicht auch, weil ich die Dosis der Tabletten herunter gesetzt habe. Will sie ausschleichen, will ohne das Zeug leben. Ohne die Nebenwirkungen, Gewichtszunahme. Was ist, wenn es nicht ohne geht? Noch nicht? Nie? Verzweiflung. Angst. Und manchmal Hoffnungslosigkeit.

2016 war ein Arschloch-Jahr. Überforderung, totale körperliche und seelische Erschöpfung. Völlig ausgebrannt. Schlimmste körperliche Reaktionen. Angst. Panikattacken. Totaler Zusammenbruch. Befürchtete Krankheit in der Familie. Und ich als Phoenix aus der Asche. Tod. Verlust. Schmerz. Sorgen. Probleme. Suche nach Lösungen. Anhaltend. Keine Erfolge. Schuld. Schuldzuweisungen. Und immer wieder Grübeleien. Verbesserung. Verschlechterung. Auswegslos erscheinende Situation(en).  Sehnsucht nach Liebe. Aufrichtigkeit. Leere. Menschliche Enttäuschungen. Was kann mich denn glücklich machen, wenn ich doch keine Zeit dazu habe? Immer gefordert. Keine Zeit für die Innere Einkehr. Wieder Erschöpfungsanzeichen. Schlaflosigkeit. Will nicht mehr, kann nicht mehr. Macht mich fertig. Sehnsucht nach Ruhe und Zeit für mich. Traurigkeit. Lustlosigkeit. Schwach. Schlapp. Unendliche Müdigkeit. Immer nur Zwänge. Muss muss muss. Abhängig von den Launen anderer Menschen. Stehaufmännchen.

Schnee ist Stille. Ich liebe Schnee, vermisse die Winter meiner Kindheit. Und meine Instrumente. Mit ihnen in und unter den Händen kann ich ruhiger werden, und zufriedener. Auch wenn für Zufriedenheit wenig Raum ist, weil zu wenig Übezeit. Ich brauche sie wie die Luft zum Atmen. Ich kann nicht nur für andere(s) da sein, ich brauche auch mich selbst und das, was mich so viele Jahre (Jahrzehnte) ausgemacht hat, worüber ich mich definiert habe. Musizieren. Auch mein Leben ist endlich und ich kann und will nicht alles auf „später, wenn die Kinder groß sind“ verschieben.

In 2016 gab es aber auch neue Freunde, meine Sangesbrüder und -Schwester. Papa hat auch gesungen. Er hätte das gut gefunden, denke ich.

 

Ich wünsche allen ein friedvolles Jahr! Vor allem Gesundheit, ohne die nichts geht. Freude und Freunde, die zum Glücklichsein beitragen. Und dass Ihr die Chance bekommt, nicht das, was Euch wichtig ist – was immer das sein mag – völlig aus den Augen zu verlieren. Das alles gibt in einer guten Mischung Zufriedenheit! Ohne die geht es nicht.

 

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Ja, ist denn schon wieder Weihnachten…?!

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(Bildrechte: dieverlorenenschuhe)

Wie schnell so ein Jahr vergeht wird mir vor allem in dem Moment bewusst, wo ich mich wieder einmal daran mache, den Weihnbachtsbaum zu schmücken. Seit ich Kinder habe, mache ich dies am Abend des 23.12.

Und auch wenn es gefühlt erst gestern war, dass ich dieser Tätigkeit nachgegangen bin, so liegt doch ein langes und ereignisreiches Jahr hinter mir. Nach einem körperlichen Totalzusammenbruch, resultierend aus einem jahrelangen Raubbau an meinen physischen wie auch psychischen Kräften, rappelte ich mich wieder hoch – und kam mir dabei vor wie Phoenix aus der Asche. Es dauerte über 3 Monate, bis es mir gut genug ging, um wieder angstfrei(er) am Leben teil zu nehmen. Und ausgerechnet dann starb mein Vater an Leukämie. Nur 3 Monate hatte er mit dieser Diagnose noch gelebt.

Auch wenn ich nach wie vor zwischen Job, Haushalt und meinen kleinen KIndern hin- und herjongliere und für mich selber wenig an Ruhe bleibt, möchte ich stark bleiben und mich so schnell nicht wieder platt machen lassen. Ich hoffe auf ein besseres 2017 und bleibe trotz der schrecklichen Geschehnisse in der Welt vom Grunde her Optimist.

Gerne hätte ich mehr Zeit zum Bloggen, schaffe es aber irgendwie nicht. Zwar habe ich viele Ideen und angefangene Beiträge, die sich thematisch um den Burnout drehen, um Freundschaften oder auch um zwischenmenschlichen Enttäuschungen, aber „rausgehauen“ kriege ich sie dann meist nicht. Ich hätte noch mehr zu sagen zum alltäglichen Vereinbarkeitswahnsinn oder könnte Geschichten erzählen aus dem Gestern und Heute. Wer weiss, vielleicht kriege ich das hin, ohne jedes Wort dabei mit Gold aufwiegen zu müssen.

Mein Weg zu einem einigermaßen entspanntem Weihnachten

– ich habe dieses Jahr alle Geschenke für die Kinder – auch das Fahrrad für die Tochter – über das Internet bestellt und musste so nicht einmal in die überfüllte Stadt. Kann man sehen wie man will, aber ich hätte es zeitlich und somit nervlich nicht anders hinbekommen.

– ich habe keinen übertriebenen Hausputz veranstaltet,  sondern nur das allernötigste, also so wie immer. Die Fenster sind seit Monaten NICHT geputzt. Ist mir sch…egal. Ohne Sonne fällt das kaum auf. Und falls ich morgen die Küche nicht mehr gewischt kriege, ist mir das auch wumpe.

– ich habe die Kinder letzte Nacht bei den Großteltern schlafen lassen und so endlich mal ausgeschlafen und dann Vormittags die Geschenke für die Kids klar gemacht.

– ich habe nur zwei Sorten Plätzchen gebacken, und die lieben Kleinen hatten Spaß daran. Der Rest kam von den Omas.

– einem übertriebenen Deko-Wahn bin ich auch in diesem Jahr nicht erlegen.

– ich backe an Weihnachten keinen Kuchen. Wir haben Plätzchen und gekauften Stollen.

– der Mann macht eine Gans am 1. Feiertag. Am 2. lassen wir uns bekochen.

– ich habe für niemanden sonst Geschenke. Auch Karten habe ich leider nicht geschafft und nutze für die Weihnachtswünsche eben SMS und Whatsapp.

– ich halte meine eigenen Erwartungen einigermaßen flach.  Besser ist das…

Halleluja!

Ich wünsche Euch allen, die Ihr das hier lest, ein wundervolles und geruhsames Weihnachtsfest, möglichst keinen Familienstress und für das Neue Jahr 2017 neben bester Gesundheit ganz viel Freude, Glück und genügend Möglichkeiten, Eure Akkus regelmäßig wieder aufzuladen! Seid Euch gut!

Bis bald!